Studie belegt: Digitalisierung ja – aber am liebsten ohne Datenfreigabe

25.06.2019 | K?ln/Hamburg

Digitale Technologien im Handel sind in aller Munde. Für die Unternehmen liegen die Mehrwerte auf der Hand: Künstliche Intelligenz, Algorithmen und Co. helfen dabei, die Kunden besser zu verstehen und passgenaue Angebote ausspielen zu k?nnen. Und für die Kunden? Für die muss es vor allem bequem sein und zu den Lebensumst?nden passen. Das zeigt die neue Studie ?Handel mit der Zukunft“ des ECC K?ln und der Otto Group.

Push oder Pull – wann setzen sich Technologien durch?

Unter den shopping-relevanten technologischen Angeboten sind vor allem solche beliebt, die den Konsumenten das Einkaufen von der Bestellung bis zur Lieferung so bequem wie m?glich machen. Convenience hei?t das Zauberwort. Vor allem das Smartphone als t?glicher Begleiter ist wichtiger Brückenbauer für die Nutzung digitaler Services entlang der Customer Journey. Das hei?t konkret, damit eine Technologie kundenseitig angenommen wird, muss diese Zeit oder Kosten sparen, flexibel und ortsunabh?ngig nutzbar sein, unterhalten, Kommunikation erm?glichen und das zuvor genannte Convenience-Level steigern.

?Die Ergebnisse zeigen, dass wir uns als H?ndler nicht ausruhen dürfen. Wir müssen uns permanent den neuen Herausforderungen stellen, die ein sich st?ndig ver?nderndes Einkaufsverhalten und neue Erwartungen unserer Kundinnen und Kunden mit sich bringen. Wir sollten aufmerksamer denn je zuh?ren und zum Probleml?ser werden, wenn wir nachhaltig erfolgreich bleiben wollen“, so Dr. Marcus Ackermann, Konzern-Vorstand Multichannel Distanzhandel der Otto Group.

Besondere Aufmerksamkeit kommt dabei zwei wesentlichen Zielgruppen mit ihrem zum Teil sehr unterschiedlichen Nutzungsverhalten zu. W?hrend die so genannten "Innovatoren" sehr offen gegenüber neuen Technologien sind und dadurch eine fl?chendeckende Adaption neuer L?sungen im E-Commerce vorantreiben, agieren die als "Nachzügler" gekennzeichneten Konsumenten neuen Technologien gegenüber eher zurückhaltend. Sich in diesem Spannungsfeld mit den richtigen Angeboten einzubringen, dürfte zur wesentlichen Herausforderung für Onlineh?ndler in der nahen Zukunft werden. Ein transparenter und fairer Umgang mit Kundendaten kann hierbei als gemeinsame Klammer dienen. Immerhin vertrauen 59 Prozent aller Befragten deutschen Unternehmen beim Umgang mit personenbezogenen Angaben – ein deutlicher Vertrauensvorschuss gegenüber US-amerikanischen und chinesischen Anbietern.

Bewusstsein vs. Verhalten: Preisgabe verhaltensbezogener Daten

Digitale Kompetenz? Ausbauf?hig!

Künstliche Intelligenz (KI), Algorithmen, Bots und Co. – im Kontext digitaler Services tauchen viele unterschiedliche Begriffe auf. Doch l?ngst nicht alle Konsumenten wissen, worum es im Einzelnen geht. W?hrend rund 88 Prozent der Befragten angaben, zu wissen, was KI sei, k?nnen gerade einmal 33 Prozent beziehungsweise 16 Prozent etwas mit den Begriffen Augmented Reality oder Voice Commerce anfangen. Und: Bei vielen Konsumenten unterscheidet sich das wahrgenommene vom richtigen Verst?ndnis.

?Neben dem Technologiemehrwert an sich, ist es essentiell, dass neue digitale Services verst?ndlich vermittelt werden. Transparente Kommunikation, auch in Sachen Datenfreigabe, unterstützt den Abbau von Nutzungsbarrieren auf Konsumentenseite“, so Dr. Eva Stüber, Mitglied der Gesch?ftsleitung des IFH K?ln.

Datenfreigabe h?ufig unbewusst

Die Studie zeigt auch: Konsumenten ist h?ufig nicht bewusst, welche Daten sie genau bei der Nutzung bestimmter digitaler Dienste freigeben. Die eher negative Einstellung zur Datenweitergabe deckt sich in vielen F?llen nicht mit der tats?chlichen Nutzung digitaler Services. So glauben 63 Prozent der Befragten, noch nie pers?nliche Kontakte freigegeben zu haben – 95 Prozent von ihnen nutzen aber regelm??ig WhatsApp. Ein weiteres Beispiel: Rund die H?lfte der Befragten ist der Auffassung, noch nie Daten zum eigenen Kaufverhalten übermittelt zu haben, w?hrend 74 Prozent von ihnen regelm??ig Kundenkarten nutzen und 90 Prozent regelm??ig online shoppen. Den meisten Konsumenten ist demnach nicht bewusst, welche Daten sie bei der Nutzung digitaler Dienste tats?chlich freigeben.


über die Studie

Die Studie ?Handel mit der Zukunft“ des ECC K?ln und der Otto Group nimmt die Digitalisierung der Gesellschaft, digitale Technologien und im Speziellen den Umgang mit Daten und Datenfreigaben in den Blick und analysiert, unter welchen Voraussetzungen sich digitale Angebote auf Konsumentenseite etablieren. Hierfür wurden im Januar 2019 zwei Fokusgruppen und fünf Tiefeninterviews mit Personen im Alter von 18 bis 49 Jahre an zwei Standorten in Deutschland durchgeführt sowie im M?rz 2019 2.000 Internetnutzer im Alter von 18-69 Jahren befragt.

Die Studie kann im Onlineshop des IFH K?ln bestellt werden: www.ifhshop.de/handel-mit-der-zukunft

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Medienkontakt

IFH K?ln
Christina Bunnenberg
Unternehmenskommunikation +49 (0) 221 943607-92?
presse@ifhkoeln.de

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über die Otto Group

1949 in Deutschland gegründet, ist die Otto Group heute eine weltweit agierende Handels- und Dienstleistungsgruppe mit rund 52.560 Mitarbeitern in 30 wesentlichen Unternehmensgruppen und mehr als 30 L?ndern Europas, Nord- und Südamerikas und Asiens. Ihre Gesch?ftst?tigkeit erstreckt sich auf die drei Segmente Multichannel-Einzelhandel, Finanzdienstleistungen und Service. Der Investitionsfokus liegt im Multichannel-Einzelhandel auf den Gesch?ftsfeldern Plattform (OTTO), Marke (Bonprix, Crate and Barrel, Witt-Gruppe) und H?ndler (About You, Mytoys-Gruppe), im Service auf Hermes Europe, bei den Finanzdienstleistungen auf der EOS Gruppe und im Bereich Start-ups auf OGDS, Project A und Eventures. Im Gesch?ftsjahr 2018/19 (28. Februar) erwirtschaftete die Otto Group einen Umsatz von 13,4 Milliarden Euro. Sie geh?rt mit einem Onlineumsatz von rund 7,7 Milliarden Euro zu den weltweit gr??ten Onlineh?ndlern. Die besondere St?rke der Gruppe liegt darin, eine breite Pr?senz verschiedener Angebote an diverse Zielgruppen in fast allen relevanten Regionen der Welt zu verwirklichen. Eine Vielzahl von strategischen Partnerschaften und Joint Ventures bieten der Otto Group ausgezeichnete Voraussetzungen für Know-how-Transfer und die Nutzung von Synergiepotenzialen. Ein hohes Ma? an unternehmerischer Verantwortung und Kollaborationswillen der Konzernunternehmen garantieren zugleich Flexibilit?t und Kundenn?he sowie eine optimale Zielgruppenansprache in den jeweiligen L?ndern.


über das ECC K?ln

Eingebunden in das IFH K?ln ist das ECC K?ln erster Ansprechpartner für Trends und Entwicklungen in der digitalen Handelswelt. H?ndler, Hersteller und Dienstleister profitieren von einzigartigen Market und Customer Insights sowie individueller Marktforschung und Strategieberatung. Mit dem ECC-Club (www.ecc-club.de) bietet das ECC K?ln eine einzigartige Content- und Networkingplattform für Entscheider im E-Commerce. Content. Commerce. ONE Community – Dafür steht das ECC K?ln.
Mehr unter: www.ifhkoelnde.de | www.ecckoeln.de

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